Angesichts der desolaten Lage der Gesetzlichen Rentenversicherung, wird die zwingende Notwendigkeit, geeignete Vorkehrungen zum Schließen der Versorgungslücke treffen zu müssen, in der Bevölkerung sehr wohl verstanden. Leider sind die wenigsten Kunden in der Lage, selbst ein geeignetes Produkt auszuwählen. In Anbetracht der in der Regel sehr langen Zeiträume müßten bei der Beurteilung zwei Elemente im Vordergrund stehen: Effizienz und Risikostreuung. Diese beiden Faktoren entscheiden über die finanzielle Lebensqualität im Alter.

Manche konservative Kunden werden sich auch in Zukunft für sogenannte klassische Produkte entscheiden. Die sinkende Effizienz infolge der Herabsetzung des Garantiezinses ist nur ein Teilaspekt. Müssen größere Bestände an Altverträgen (hoher Zins) finanziert werden, so wird dies zwangsläufig eine Reduzierung der Überschußbeteiligungen, die z. Z. den Hauptanteil des Ertrages bilden dürften, hervorrufen. Viel bedenklicher ist daher die Analyse unter dem Gesichtspunkt der Risikostreuung: Die Höhe der Altersvorsorge wird letztendlich von der wirtschaftlichen Effizienz eines einzigen Unternehmens abhängig gemacht, was allen Prinzipien der Anlageplanung völlig widerspricht. Damit wird paradoxerweise dem nach einer Sicherheit suchenden, konservativen Kunden im Hinblick auf das Ergebnis ein recht hoher Grad an Risikobereitschaft zugemutet. Die Hybridlösungen, mit der teilweisen Streuung des Risikos und Erhöhung der Rendite durch die Anlage der Überschüsse in Investmenfonds, bieten - angesichts zurückgehender Überschüsse - keine wirkliche Abhilfe.

Im Falle einer reinrassigen Fondspolice, die eine höhere Effizienz verspricht, steht der Ertrag des Kunden (und demzufolge die Höhe seiner zukünftigen Rentenleistungen im Alter) in kaum einer Beziehung zur Höhe der durch die jeweilige Assekuranz erwirtschafteten Überschüsse. Bei guten, professionellen Konzepten mit mehreren Risikoklassen und aktivem Management wird das Risiko breit gestreut, so daß die Höhe der zukünftigen Rente an den Markterfolg von einer großen Anzahl von Unternehmen gekoppelt ist. In einem Fonds befinden sich bereits viele Einzeltitel und ein gemanagtes Portfolio (oder ein Dachfonds) beinhaltet wiederum mehrere Fonds. Da das Anlagerisiko - auch in einem reinen aktienfondshaltigen Depot - mit der Anlagedauer kontinuierlich abnimmt, beantwortet sich die Frage nach der Zweckmäßigkeit von Garantieelementen von selbst: Bei einer kurzen Anlagedauer (Faustregel: 3 - 5 Jahre) ist es sinnvoll, nach Garantien zu verlangen. Im Bereich der Altersvorsorge hat aber der Kunde in der Regel einen vergleichbar langen Atem wie der Produktgeber. Nimmt er die angebotenen Garantien in Anspruch, so gibt er freiwillig einen Großteil seines Ertrages, ohne statistisch fundierte Gründe, an den Produktgeber ab. Viele Kunden (aber auch Vermittler) erliegen dem naiven Glauben, daß der Anbieter von Garantien das Risiko mit seinem Kunden teilt, während in Wirklichkeit nur ein Aufteilen des Ertrages stattfindet. Garantien lohnen sich eben immer... für den Produktgeber. Leider verschweigt die an die Ängste der Anleger appellierende Werbung, wie viele Prozentpunkte der jährlichen Performance die Garantie kostet. Kümmert sich der Kunde (oder sein Makler) nur ein wenig um die Geldanlage, so kann er ohne diese beachtlichen Zusatzkosten ein deutlich besseres Ergebnis erreichen - ein Depotwechsel (z. B. von globalway in solidway 80) ist bei der masterway Investmentpolice einmal im Jahr kostenlos.


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